Die klei
ne Stadt Beaune im Burgund (klingt für Nichtfranzosen wie Bonn, nur mit langgezogenem O) könnte unserer Regierung als Vorbild für die Finanzierung des maroden Gesundheitssystems dienen: Dort findet nämlich alljährlich jeden dritten Sonntag im November eine Versteigerung edler Tropfen statt, deren Erlös kommt medizinischen und sozialen Einrichtungen zugute.
Hauptattraktion in Baune ist das Hotel de Dieu („Hotel Gottes“), ein Armen-Spital, das Nicolas Rolin, Kanzler des Herzogs von Bjurgund, im 15. Jahrhundert stiftete. Das mit glacierten Ziegeln in buntem Rautenmuster verzierte Dach ist Sinnbild für Burgund.
Das Hospital gewährt Einblicke ins mittelalterliche Krankenwesen: Drei Patienten mussten sich im riesigen Krankensaal ein Bett teilen. Es gab weder Heizung noch Wasser. Und in der Mitte des Saals wurde gleich operiert. Modernere Teile des Spitals wurden bis 1971als Krankenhaus genützt. 
Beaune hat eine adrette Altstadt mit herausgeputzten Läden und netten Cafés. Kreisverkehre mit Weinfässern zeugen davon, dass es auch die Hauptstadt des Burgunder-Weines ist. Aber das ist eine andere Geschichte.




Hallo Claudius !
Schöner Bericht und vor allem graphisch gut gelöst ? Wie auch die Gestltung des ganzen Blogs !
Ist der ganze Blog selbst geschnitzt oder hast du eine Blog -vorlage die soviele Varianten zuläßt ?
LG
Jörg
Danke – um mich nicht mit fremden Federn zu schmücken: die Blogvorlage macht vieles möglich, aber nicht alles
Burgund-Fortsetzung folgt…