Die Malteser lieben Weihnachten – wie sich’s für einen tief katholischen Staat gehört. Überall funkeln, blinken und glitzern Sterne, Christbäume, Krippen und Weihnachtsmänner. Jeder Kreisverkehr hat seine eigene beleuchtete Krippe, in jedem Lokal hört man „White Christmas“ oder O Lejl ta’ skiet“ (so heißt „Stille Nacht“ auf maltesisch).
Der Wirt eines China-Restaurants – ein gebürtiger Malteser – hat heuer der Christmas-Mania noch eines drauf gesetzt: Er hat auf Gozo, der Malta vorgelagerten Insel, ganz in der Nähe des Hafens, im Ort Ghajnsielem, ein Bethlehem aufgebaut – Lehmhütten ganz im Stil der Zeit Jesu, komplett mit Stall, aber auch mit bewirtschafteten Hütten. In einer bäckt ein Bäcker köstliches Brot, in einer anderen zeigt ein Schmied sein Können, in wieder einer anderen hobelt ein Zimmermann – sozusagen als Opa von Jesus.
Die „Bethlehemer“ laufen fast authentisch in langen Gewändern herum, im Stall gibt’s echte Esel und Rinder, nur das Jesuskind ist eine Puppe. Und es gibt natürlich mehrere Josefs und Marias, die sich den Schichtdienst teilen.
Auch ein Wirtshaus gibt’s, und dort wird Pizza serviert – was bei der heiligen Familie wohl kaum auf den Tisch gekommen ist.
Geöffnet an den Wochenenden bis 4. Jänner. Samstags 16.30 bis 21 Uhr, sonntags, 13.30 bis 18.30 Uhr. Eintritt frei.


